NACH OBEN

Beirat für das H2-Lab



Das H2-Lab (Deutsch-Japanisches Labor für Strukturaufklärung zur Entwicklung von Biobrennstoffzellen) ist eine physische Forschungspräsenz am Institute for Protein Research (IPR) der Universität Osaka, Japan. Das H2-Lab ist eine gemeinschaftlich durch Prof. Happe und Prof. Kurisu betriebene Einheit. Sie wurde 2023 gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und diversen Vertreter:innen beider Universitäten eröffnet. Schon davor, aber insbesondere seit seiner Eröffnung bietet das H2-Lab einen attraktiven Anlaufpunkt für internationale Studierende, die an ihren Projekten rund um grüne Wasserstoffproduktion und Hydrogenasen, insbesondere mit Fokus auf Strukturaufklärung, arbeiten möchten. Aufgrund des großen wissenschaftlichen Erfolgs, der Förderung des BMBF (2022 – 2026) sowie der damit einhergehenden Beständigkeit des Gemeinschaftslabors wurde 2025 ein Beirat für das H2-Lab gegründet.

Der Beirat verfolgt eine gemeinsame Vision, deren Ziel es ist, die internationale Forschungskooperation zwischen Osaka und Bochum weiter zu stärken und zu verstetigen. Auszug aus den Leitlinien des H2-Lab Beirats, der unsere Vision zusammenfasst:

Der H2-Lab-Beirat bringt Wissenschaftler:innen und Expert:innen aus Deutschland und Japan zusammen, um innovative biotechnologische Ansätze für die Erzeugung grüner Energie durch Enzyme und Mikroorganismen zu beraten. Unser Engagement basiert auf interkultureller Zusammenarbeit, wissenschaftlicher Exzellenz und nachhaltiger Entwicklung. Der Beirat trifft keine aktiven Entscheidungen, sondern gibt Leitlinien und Empfehlungen vor. Dabei wird ein transparenter und kooperativer Umgang mit Ressourcen und Forschungsergebnissen verfolgt.

Mitglieder des Beirats

Der Beirat setzt sich aus deutschen und japanischen Forscher:innen, die an mit dem H2-Lab assoziierten Forschungsschwerpunkten arbeiten oder gearbeitet haben, zusammen. Sie stehen als beratendes Gremium zur Verfügung und nehmen regelmäßig an Symposien und Sitzungen der Projekte rund um das H2-Lab teil. Die Mitglieder des Beirats verpflichten sich, innerhalb gemeinschaftlich gesetzter Leitlinien zu agieren. Gemeinsam verfolgte Prinzipien der Zusammenarbeit beinhalten:

  • Interdisziplinärer Austausch: Wir fördern den offenen Dialog zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, um Synergien zu nutzen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. 
  • Vertrauen und Integrität: Alle Mitglieder verpflichten sich zu Transparenz, wissenschaftlicher Integrität und ethischem Verhalten. 
  • Gegenseitige Wertschätzung: Die kulturellen Hintergründe und unterschiedlichen Perspektiven aller Beteiligter werden respektiert und als Bereicherung angesehen. 
  • Wissenstransfer und Innovation: Forschungsergebnisse sollen nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der Gesellschaft und der Industrie zugutekommen.

© Universität Bielefeld/Michael Adamski

Prof. Dr.

Harald Gröger

Harald Gröger ist Professor für Organische Chemie an der Universität Bielefeld mit dem Schwerpunkt der nachhaltigen Synthese von Industriechemikalien durch Einsatz von Bio- und Chemokatalyse. Viele dieser Forschungsvorhaben erfolgen dabei in enger Zusammenarbeit mit der chemischen Industrie. Er arbeitete als Postdoktorand an der "University of Tokyo" und wurde später mit Gastprofessuren der "Osaka University" und "Toyama Prefectural University" sowie kürzlich mit einer "Specially Appointed Professorship" der "Osaka University" ausgezeichnet. Über viele Jahre betreut und fördert er Jungwissenschaftler:innen, die beispielsweise eine geteilte Promotion in Deutschland und Japan im Rahmen des "Double Degree"-Programms der Universitäten Osaka und Bielefeld durchführen wollen. Im Jahr 2024 besuchte er das H2-Lab im Rahmen eines internationalen Symposiums im IPR persönlich und steht seit dem in Kontakt mit den beteiligten Forschungsgruppen.

harald.groeger@uni-bielefeld.de

©

Prof. Dr.

Matthias Rögner

Matthias Rögner ist Experte auf dem Gebiet der Pflanzenbioenergetik/-biotechnologie und Seniorprofessor der Ruhr-Universität Bochum. In seiner Laufbahn hat er bereits zahlreiche Kooperationen mit der Universität Osaka initiiert und war an den ersten gemeinsamen Kooperationsverträgen zwischen der RUB und dem IPR beteiligt. Er engagiert sich regelmäßig als Mentor an japanischen Universitäten und pflegt eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit verschiedenen japanischen Hochschulen. Im Rahmen unterschiedlicher Arbeitskreise und Mentoringgruppen berät er auf deutscher Seite auch Stipendiat:innen, die Aufenthalte in Japan planen.

matthias.roegner@rub.de

©

Prof. Dr.

Yuichi Fujita

Yuichi Fujita ist Professor an der Graduiertenschule für Bioagrarwissenschaften der Universität Nagoya. Seine Forschungsschwerpunkte liegen insbesondere im Bereich der Chlorophyllbiosynthese und Stickstofffixierung mit Cyanobakterien. Mit seinem Fachwissen leistet er einen wichtigen Beitrag zum Verständnis photosynthetischer Prozesse und Organismen.

fujita@agr.nagoya-u.ac.jp

©

Prof. Dr.

Toshiharu Hase

Toshiharu Hase ist emeritierter Professor an der Universität Osaka, ehemaliger Direktor des Institute for Protein Research (IPR) und derzeit Vorsitzender der Protein Research Foundation, einer gemeinnützigen Stiftung in Japan. Als Biochemiker konzentriert er sich in seiner Forschung auf Ferredoxine und deren Elektronentransportwege und hat in Zusammenarbeit mit Forscher:innen europäischer Universitäten, insbesondere in Deutschland, zahlreiche Artikel veröffentlicht. Darüber hinaus hat er als Specially Appointed Professor am Europäischen Zentrum für akademische Initiativen der Universität Osaka sein umfangreiches internationales Forschungsnetzwerk genutzt, um den akademischen Austausch zu fördern. In dieser Funktion hat er auch Studierendenaustauschprogramme zwischen der Universität Osaka und Partnerinstitutionen in ganz Europa unterstützt.

enzyme@protein.osaka-u.ac.jp